Autokauf 1, 2, 3

Wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, dazu entscheidet, sich ein gebrauchtes Auto von privat kaufen zu wollen, ist dies in den seltensten Fällen schnell geschehen. Zuerst einmal muss man sich klar werden, was für ein Auto man haben will, welche Farbe es haben soll, wie leistungsstark es sein soll und vor allem was es kosten darf. 

Dabei gilt es vor allem darauf zu achten, dass man eine gesunde Mischung aus der Erfüllung der eigenen Vorstellungen und dem Preis findet. Prinzipiell ist es bei privat gekauften Autos besser, so günstig wie möglich zu kaufen, da der Haftungsauschluss im Autokaufvertrag des Verkäufers ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht verbietet. Auf der anderen Seite sollte man natürlich schon berücksichtigen, dass man dieses Auto einige Jahre fahren wird, sodass sich Preis und Leistung die Waage halten sollten.

Beachten Sie:

  • Realistische Erwartungshaltung beim privaten Autokauf elementar
  • Achten Sie auf das Preis-Leistungsverhältnis
  • Taktieren Sie bei der Kontaktaufnahme
  • Freundlichkeit und Ehrlichkeit sind besser als absichtliche Nörgelei
  • Unterschreiben Sie einen Vertrag erst, wenn alles geklärt ist

Hier nochmal die wichtigen Punkte ausführlich erklärt

Hat man sich nun für ein Modell entschieden und möchte den Verkäufer kontaktieren ist es durchaus hilfreich, sich einen Matchplan zurechtzulegen. Bei privaten Käufen ist es nämlich häufig möglich, den im Gebrauchtwagenautokaufvertrag vorgesehenen Preis durch bestimmte Vorgehensweisen zu drücken und so ein noch größeres Schnäppchen zu machen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn man nicht sofort mit offenen Karten spielt oder den Verkäufer gar vor vollendete Tatsachen stellt. Zum Beispiel sollte einem Verkäufer, der sein Auto für 5.000€ verkauft nicht gesagt werden: “Ich habe nur 4.500€ dabei. Mehr geht nicht.” 

Stattdessen ist es klüger, den Verkäufer und seine Art ein wenig zu beobachten, zwischendurch mal vorzufühlen und so herauszukriegen, wie man ihn am besten ansprechen sollte, um Erfolg zu haben. Dafür ist es nicht hilfreich, die Probefahrt für Nörgeleien zu nutzen, die eigentlich gar nicht da sind. Auch das macht einen Käufer nur unsympathisch und lässt die Stimmung vergiften. Der Käufer sollte stattdessen versuchen, sich freundlich mit dem Verkäufer zu unterhalten, um so eine Verbindung aufzubauen, die es dem ehemaligen Besitzer schwer macht, Nein zu sagen, wenn es später um den Preis im Autokaufvertrag geht.

Haben Sie den gewünschten Preis erreicht oder sich mit dem ursprünglichen abgefunden, steht noch die Unterschrift des Pkw-Kaufvertrags aus. Hierbei sollten Sie beachten, dass Sie die endgültige Signatur erst dann setzen sollten, wenn alle Kriterien des Autokaufvertrags erfüllt sind. Dazu zählen die persönlichen Informationen, die Eintragung des Kaufpreises sowie die Übergabe aller notwendigen Bescheinigungen. Bei Bedarf auch die schriftliche Benennung der Mängel. Dies ist wichtig, weil eine endgültige Unterschrift das Auto in Ihren Besitz fallen lässt und der Verkäufer komplett aus der Verantwortung genommen wird, wie es in den meisten Autokaufverträgen von privat der Fall ist. Das heißt Mängel, die Ihnen später auffallen, können Sie beim Verkäufer nicht mehr geltend machen. Sollten Sie trotzdem vom Gebrauchtwagen-Kaufvertrag zurücktreten, machen Sie sich nach deutschem Recht gegenüber dem Verkäufer aufgrund der Unannehmlichkeiten sogar schadensersatzpflichtig.