Tipps zum Autoverkauf an Privat

Bevor man ein neues Auto kauft, ist man in der Regel dazu veranlasst sein altes Fahrzeug zu verkaufen. Dabei ist es unheimlich wichtig, sich zuerst vollends mit dem Veräußern zu beschäftigen, um bei der Abgabe an den Käufer keine Fehler zu machen, die einem später zum Verhängnis werden könnten. Es geht dabei jedoch nicht nur um rechtliche Dinge, sondern vor allem auch um Sorgfalt sowie Ehrlichkeit im zwischenmenschlichen Verhältnis mit dem Käufer. 

Damit Sie in Ihrem Autokaufvertrag mit Privat keine leichtsinnigen Fehler machen, haben wir im Folgenden einmal einige Tipps zum Autoverkauf an Privat für Sie zusammengefasst, die den Verkauf deutlich erleichtern sollten.

Beachten Sie:

  • Lassen Sie sich vor jeder Probefahrt Personalausweis und Führerschein zeigen. Es gibt leider einige schwarze Schafe und Vertrauen ist gut, aber Kontrolle besser.
  • Versuchen Sie, eine Barzahlung statt einer Überweisung zu erhalten. So können Sie ganz sicher sein, dass Sie da Geld erhalten und können den Kaufvertrag unterschreiben.
  • Klären Sie den Käufer über Mängel auf. Nur so lässt sich ein fairer Preis vereinbaren und es kann später keinen nachträglichen Ärger geben.
  • Ändern Sie Ihre Versicherung umgehend nach dem Verkauf, damit Sie für keine fremdverursachten Schäden haften müssen.
  • Lassen Sie sich die Eckdaten des Autos vor dem Verkauf beglaubigen. Durch einen neutralen Dritten erhöhen Sie Ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen.

Hier nochmal die wichtigen Punkte ausführlich erklärt

  1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Egal wie sympathisch Ihnen den Käufer erscheint, lassen Sie sich in jedem Fall den Personalausweis zeigen, bevor der Autokaufvertrag für den Gebrauchtwagen vorgenommen wird. Außerdem sollten Sie sich ebenfalls eine gültige Fahrerlaubnis vorzeigen lassen, ehe Sie dem potenziellen Käufer eine Probefahrt zugestehen. An dieser sollten Sie dann auch auf jeden Fall teilnehmen und darüber hinaus auf keinen Fall den Zweitschlüssel Ihres Wagens aus der Hand geben.
  2. Bares ist Wahres! Wenn möglich, wickeln Sie den Verkauf mithilfe einer Barzahlung des vollen Kaufpreises ab. Private Finanzierungsmodelle oder Wechselgeschäfte könnten rechtliche Probleme mit sich bringen. Darüber hinaus entgehen Sie dem lästigen Hinterherlaufen Ihres Geldes. Vergessen Sie dazu nicht die Rechtslage, dass das Auto so lange Ihnen gehört, bis der Käufer den vollen Preis bezahlt hat. Auch deshalb sollten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil 2 (Kfz-Brief) nicht übergeben, solange Sie nicht die volle Summe aus dem Autokaufvertrag an Privat erhalten haben.
  3. Lügen haben kurze Beine! Die Rechtslage sagt eindeutig, dass der Verkäufer jeden nicht unerheblichen Mangel am Auto ohne Nachfrage mitteilen muss, ehe er das Auto verkauft. Tut er dies nicht und dem neuen Besitzer fällt ein nicht genannter Mangel auf, kann er vom Gebrauchtwagenautokaufvertrag zurücktreten oder diesen anfechten. Auf Nachfrage des Käufers müssen Sie diesem sogar jeden Mangel mitteilen, egal wie klein und unbedeutend er ist. Um sich diesem Szenario nicht mal theoretisch auszusetzen, empfehlen wir Ihnen, die Mängel schriftlich festzuhalten und sich vom Käufer unterschreiben zu lassen. Auf diese Weise vergessen Sie nichts und haben darüber hinaus die schriftliche Bestätigung des Käufers im Autokaufvertrag, dass die Mängel angesprochen wurden.
  1. Experten helfen! Lassen Sie sich Ihren Kilometerstand und den momentanen Zustand des Autos von einem Experten dokumentieren und beglaubigen. So wirken Sie zum Einen seriöser und glaubhafter auf den Kunden und können darüber hinaus einen höheren Preis im privaten Autokaufvertrag aufrufen, den Sie mit der Expertenmeinung begründen können. Oft schlummert in einem gebrauchten Auto noch mehr Potenzial, als man persönlich glaubt, sodass man es meist für zu wenig Geld hergibt. Nutzen Sie diese Beglaubigung vor dem Käufer dann auch zwingend als Argument für den aufgerufenen Preis. Sie haben schließlich eine Expertenmeinung eingeholt, kein Käufer kann dagegen etwas sagen.
  1. Schnell ran, schneller davon! Dieser ist einer der wichtigsten Tipps zum Autoverkauf an Privat. Nach Übergabe des Fahrzeugs und Unterzeichnung der Verträge haben Sie noch eine, dringende, Aufgabe vor sich. Mit den beiden Zusatzdokumenten müssen Sie Ihre Haftpflichtversicherung sowie die zuständige Zulassungsstelle so schnell wie möglich über den Verkauf informieren. Die Versicherung muss außerdem informiert werden, dass die Versicherung nicht auf den Käufer übertragen werden soll, solange dies der Fall ist. Sowohl bei Ihrer Haftpflicht als auch bei der Zulassungsstelle sparen Sie auf diese Weise Geld durch einbehaltene Steuern und Beiträge.
  2. Mitgehangen, mitgefangen! Solange das Auto noch nicht komplett bezahlt ist, ist es, solange im Autokaufvertrag für Gebrauchtwagen nicht anders festgelegt, noch in Ihrem Besitz. Sollte der Käufer also in der Zwischenzeit einen Unfall bauen, so haftet Ihre Versicherung. Dadurch wird im Normalfall Ihre Schadensprämie erhöht. Achten Sie in einem solchen Fall darauf, dass Sie die erhöhte Prämie auf den Käufer umlegen, Sie haben das Recht dazu.

Wenn Sie all diese Tipps zum Autokauf an Privat beherzigen wird Ihnen der Verkauf Ihres alten Autos an Privat um einiges leichter fallen. Benötigen Sie noch einen Kaufvertrag dafür? Schauen Sie mal hier.